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Sacheinlage

Die Kapitalzuführung im Rahmen einer Kapitalerhöhung (Einlageverpflichtung) kann nicht nur durch Bar-/Finanzmittel, sondern grundsätzlich auch durch Sacheinlagen erfolgen. Die Werthaltigkeit des eingebrachten Gegenstands muss sichergestellt und dokumentiert sein. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtscha...

Sacheinlage, verdeckte

Von einer verdeckten Sacheinlage spricht man beispielsweise, wenn die Einlagepflicht aus einer Barkapitalerhöhung durch Aufrechnung mit einer Forderung gegen die Gesellschaft erfüllt werden soll. Ein weiterer Fall ist der Erwerb von Gegenständen aus dem Eigentum eines Gesellschafters mit Mitteln, die zunächst durch Bar...

Sanierungskredit

Der Sanierungskredit bedeutet die Gewährung eines zusätzlichen Kredits im Stadium der Kreditunwürdigkeit am Markt und der Sanierungsbedürftigkeit oder gar Insolvenzreife des Unternehmens zur Überwindung der Krise. Entsprechende Sanierungskredite dürfen durch Banken nur auf Basis eines Sanierungskonzepts gewährt werden....

Schuldbeitritt

Der Schuldbeitritt ist das nicht-akzessorische Pendant zur Bürgschaft. Hierdurch verpflichtet sich der Sicherungsgeber, für die Erfüllung einer Schuld wie für eine eigene Schuld einzustehen. Vom Schuldbeitritt (als Sicherungsinstrument) ist die echte Schuldübernahme (§§ 414 ff. BGB) abzugrenzen. Dort übernimmt der neue...

Sicherheiten, dingliche

Von dinglichen Sicherheiten spricht man, wenn an einen Gegenstand angeknüpft wird. Hierzu gehören insbesondere die Hypothek und Grundschuld, bei denen ein Grundstück als Sicherheit dient. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andrea...

Sicherheiten, persönliche

Von einer persönlichen Sicherheit spricht man, wenn eine Person zusagt, im Zweifel für eine Schuld einzustehen. Hierzu gehören die Bürgschaft, der Schuldbeitritt und die Garantie. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner...

Sicherheitenpoolvertrag

Im Rahmen eines Sicherheitenpoolvertrages vereinbaren unterschiedliche Banken die gemeinsame Verwertung bzw. Verfügung über ihre Sicherheiten. Durch den Sicherheitenpoolvertrag wird sowohl eine stabilisierende Wirkung als auch eine Liquiditätssicherung erreicht, um so dem Unternehmen die nötige Zeit zur Durchführung de...

Sicherungsübereignung

Zur Besicherung von Darlehensverbindlichkeiten kann ein Unternehmen das Eigentum an bestimmten Gegenständen, beispielsweise Produktionsmaschinen, an den Gläubiger übereignen. Im Gegensatz zur Verpfändung ist keine Übergabe des Gegenstands erforderlich. Dadurch entstehen für den Gläubiger keine Lagerkosten; der Schuldne...

Steuerliche Haftung

Die steuerliche Haftung bedeutet das Einstehenmüssen für die Steuerschuld eines Anderen. Die Haftungstatbestände sind in den §§ 69 ff. AO geregelt. Ein praktisch wichtiger Fall ist die steuerliche Haftung des Vertreters gemäß § 69 AO. Anders als natürliche Personen können juristische Personen und sonstige Personenverei...

Stille Gesellschaft

Eine stille Gesellschaft entsteht, wenn sich ein Investor an einem Handelsgewerbe beteiligt ohne nach außen in Erscheinung zu treten. Er bildet eine Innengesellschaft mit dem Unternehmensinhaber. Die wichtigsten Punkte, aber nicht alle Voraussetzungen, sind in § 230 ff. HGB gesetzlich geregelt. Orientiert sich die vert...

Stillhalten

Beim sog. „Stillhalten“ verzichtet die Bank auf das ihr zustehende Kündigungsrecht. Stillhalten ist in den Fällen sinnvoll, in denen die Bank an eine Überwindung der Krise des Unternehmens aus eigener Kraft glaubt. Trotz des Stillhaltens bleibt aber das Kündigungsrecht der Bank erhalten. (Quelle: Ringelspacher, Eva: Kr...

Stillhalten

Unter Stillhalten versteht man, dass ein Gläubiger von ihm zustehenden Rechten (vorläufig) keinen Gebrauch macht. Dies kann auch in einem „Dulden der Nichtleistung“ liegen. Stillhalten ist ein wichtiges Sanierungstool. Hiermit kann für einen begrenzten Zeitraum Planungssicherheit gewonnen werden, um erforderliche Restr...

Stundung

Durch die Stundung einer Forderung wird deren Fälligkeit hinausgeschoben. Die grundsätzliche Zahlungsverpflichtung bleibt jedoch erhalten. Hierdurch wird eine Liquiditätsentlastung erreicht. Die Handelsbilanz ändert sich nicht. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Mode...