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Listenansicht für die Begriffe

Kapitalanlagegesetz

Durch das Kapitalanlagegesetz (vgl. BT-Ds. 17/12294) soll der „graue Kapitalmarkt“ aufsichtsrechtlich reguliert werden. Operativ tätige Unternehmen sind hiervon grundsätzlich ausgenommen. Der genaue Anwendungsbereich ist jedoch nicht in jedem Fall klar abgrenzbar. Dies gilt insbesondere bei Sanierungsgestaltungen mit H...

KapitalanlagegesetzKapitalerhöhung, bedingte

In einer Aktiengesellschaft kann die Hauptversammlung eine Erhöhung des Grundkapitals beschließen, die nur soweit durchgeführt werden soll, wie von Umtausch- oder Bezugsrechten Gebrauch gemacht wird, welche die Gesellschaft auf die neuen Aktien (Bezugsaktien) einräumt (§ 192 Abs. 1 AktG). Sie soll nach § 192 Abs. 2 Akt...

Kapitalerhöhung, effektive

Hierunter versteht man eine Kapitalerhöhung, bei der frische Liquidität ins Unternehmen fließt. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Kapitalerhöhung, nominelle

Hierunter versteht man eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Es handelt sich um eine „Umbuchung“ in den Kapitalkonten. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Kapitalerhöhungsbeschluss

Eine Kapitalerhöhung muss durch die Gesellschafterversammlung beschlossen werden. Erforderlich ist daher die Beachtung aller Form- und Fristvorschriften aus Gesetz und Gesellschaftsverträgen, sofern hierauf nicht verzichtet wird. Bei GmbHs und Aktiengesellschaften ist ein solcher Beschluss notariell zu beurkunden. (Que...

Kapitalherabsetzung, effektive

In Personengesellschaften richtet sich die Kapitalherabsetzung nach dem Gesellschaftsvertrag; in Kapitalgesellschaften wird das gezeichnete Kapital als Haftungsmasse der Gläubiger gesetzlich besonders geschützt. Die Rückgewähr solcher Einlagen ist nur unter strengen Vorschriften möglich. (Quelle: Hettich, Christof/Krei...

Kapitalherabsetzung, nominelle

Diese wird auch als „vereinfachte“ Kapitalherabsetzung bezeichnet (§§ 58a-58f GmbHG, 229-236 AktG). Bei der vereinfachten Kapitalherabsetzung sind die formellen Hürden geringer. Sie kann allerdings auch nur in einem begrenzten Anwendungsbereich vorgenommen werden. Hauptanwendungsfall im Sanierungskontext ist der sogena...

Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) werden insbesondere Aufgelder oder freiwillige Zuzahlungen verbucht. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Kapitalschnitt

Beim sogenannten „Kapitalschnitt“ wird eine nominelle Kapitalherabsetzung mit einer effektiven Kapitalerhöhung kombiniert. Hintergrund ist, dass die Beteiligungsquote, die dem Investor zu gewähren ist, grundsätzlich durch das Verhältnis eingebrachtes Kapital/post-money-Unternehmenswert bestimmt wird. Die Beteiligungshö...

Kompensationsverbot

Bei der Ermittlung der Höhe der verkürzten Steuern gilt das Kompensationsverbot. Gemäß § 370 Abs. 4 Satz 3 AO ist es unerheblich, wenn die Steuer, auf die sich die Tat bezieht, aus anderen Gründen hätte ermäßigt oder der Steuervorteil aus anderen Gründen hätte beansprucht werden können. (Quelle: Große Vorholt, André; B...

Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit beinhaltet die Möglichkeit, ein Girokonto zu überziehen und dadurch kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Diese einseitige Zugriffsmöglichkeit bei fehlender Besicherung macht den Kontokorrektkredit aber gleichzeitig zu einem sehr teuren Finanzierungsinstrument. (Quelle: Hettich, Christ...

Kreditbetrug

Der Kreditbetrug gemäß § 265b StGB ist ein eigener Tatbestand, der die Betrugsstrafbarkeit über den Anwendungsbereich des § 263 StGB hinaus erweitert. Strafbar sind hier bereits bestimmte Handlungen im Versuchsstadium – so etwa die Vorlage unrichtiger oder unvollständiger Unterlagen über wirtschaftliche Verhältnisse –,...

Kreditsicherheit

Kreditsicherheiten dienen der Risikobegrenzung für den Gläubiger. Als „banküblich“ gelten Sicherheiten, wenn sie werthaltig, bewertbar und verwertbar sind. Bei einem besicherten Darlehen ist die zu erwartende Verlustquote („Loss-Given-Default“) geringer. Dies führt zu einer besseren Bonitätseinstufung, zu der die Bank ...

Kündigung (Darlehen) „zur Unzeit“

Es gilt das Verbot der (ordentlichen und außerordentlichen) Kündigung von Darlehen zur Unzeit. Von einer Kündigung zur Unzeit mit den entsprechenden Schadenersatzpflichten spricht man, bei Kündigung trotz Vorlage eines positiven Sanierungskonzepts, bei Kündigung trotz nahezu vollständiger Besicherung, bei Kündigung tro...