Sanierungsglossar

Venture Capital

Venture Capital-Gesellschaften haben sich auf (risikoreiche) Start-up-Finanzierungen spezialisiert. In der Regel besitzen diese Gesellschaften hervorragende Expertise in einem speziellen Marktsegment, welches sie gezielt sondieren. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Vesting

Oftmals werden Aktienoptionen oder Gesellschaftsanteile als Bonusbestandteil an verdiente „Key-Mitarbeiter“ ausgegeben. Über eine Vesting-Klausel wird vereinbart, dass der Mitarbeiter die Anteile zu einem sehr geringen Preis zurückgeben muss, falls er ausscheidet. Im Lauf der Zeit wird sich diese Pflicht jedoch auf immer weniger Anteile erstrecken. Der Mitarbeiter „verdient“ sich so die Anteile. Gleichzeitig wird er langfristig an das Unternehmen gebunden. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Vinkulierung

Bei Personengesellschaften bedarf die Übertragung von Gesellschaftsanteilen grundsätzlich der Zustimmung aller Gesellschafter. Anteile an Kapitalgesellschaften können hingegen grundsätzlich frei übertragen werden. Durch Vinkulierungsklauseln kann ihre Übertragbarkeit jedoch von der Zustimmung der Gesellschaft oder einzelner Gesellschafter abhängig gemacht werden. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag) 

Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen

Verschärfte Pflichten des Geschäftsführers gelten insbesondere für die Pflicht zur Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen. Der Arbeitgeber muss die Sozialversicherungsbeiträge auch abführen, soweit er Arbeitslohn nicht mehr auszahlt. Ansonsten droht eine Strafbarkeit gemäß § 266a StGB. (Quelle: Große Vorholt, André; Bisson, Frank: Allgemeine Haftungs- und Strafbarkeitsrisiken in der Krise, in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas / Werner, Henning (Hrsg.), Vahlen Verlag)

Vorerwerbsrechte

Man kann im Beteiligungsvertrag oder der Satzung vorsehen, dass Anteile zunächst den verbleibenden Mitgesellschaftern angeboten werden müssen. Dadurch bleibt dem ausscheidewilligen Gesellschafter der Exit nicht verwehrt; die verbleibenden Mitgesellschafter können jedoch sicherstellen, dass keine unliebsamen Personen in den Gesellschafterkreis aufgenommen werden. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Vorzugsrecht

Als Honorierung des mit dem Investment eingegangenen Wagnisses lassen sich Investoren in der Regel einen Erlösvorzug (Liquidationspräferenz) einräumen. Bei der (vollständigen) Veräußerung der Gesellschaft wird der aus dem Verkauf entstehende Gesamterlös zunächst zu einem festgelegten Teil an den Investor gezahlt. Der verbleibende Rest wird nach den Beteiligungsquoten unter den Gesellschaftern verteilt. Die Vorab-Vergütung wird dabei auf den Anteil des Vorzugsberechtigten nicht angerechnet. In der Praxis ergeben sich hierdurch interessante Gestaltungsvarianten zur Risikobegrenzung für Investoren. Zugleich ergeben sich Wechselwirkungen mit anderen Regelungen des Beteiligungsvertrages. (vgl. hierzu: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

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