Sanierungsglossar

Eigenkapital

Eigenkapital ist grundsätzlich gekennzeichnet durch eine unbefristete Kapitalüberlassung, eine Erfolgsbeteiligung durch Gewinnausschüttung und Wertsteigerung der Anteile sowie umfassende Mitwirkungsrechte (Stimmrecht). (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Eigenmittel-Intakthalteerklärung

In einer Eigenmittel-Intakthalteerklärung verpflichtet sich der Gesellschafter bis zur vollständigen Rückführung aller Kredite dafür Sorge zu tragen, dass die eigenen Mittel der Gesellschaft, über die gesamte Laufzeit des Darlehensvertrages nicht durch Ausschüttungen zu reduzieren, das gezeichnete Kapital nicht herabzusetzten, keine Ausschüttung offener Rücklagen vorzunehmen, ggf. Entnahmen von Gesellschafterkonten und Rückzahlungen von Gesellschafterdarlehen sowie Gewinnausschüttungen nur insoweit vorzunehmen, als hierdurch der Mindestbetrag der eigenen Mittel nicht unterschritten wird. (Quelle: Ringelspacher, Eva: Krisenmanagement aus Bankensicht, in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas / Werner, Henning (Hrsg.), Vahlen Verlag)

Eingehungsbetrug

Beim Eingehungsbetrug handelt es sich um einen von Rechtsprechung und Literatur gebildeten Unterfall des „allgemeinen“ Betrugstatbestands des § 263 StGB. Gemäß § 263 Abs. 1 StGB wird bestraft, wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält. Der Eingehungsbetrug ist regelmäßig dadurch gekennzeichnet, dass der Täter ein Schuldverhältnis eingeht, obwohl er bereits weiß, dass er die von ihm geschuldete Leistung nicht erbringen kann oder will. (Quelle: Große Vorholt, André; Bisson, Frank: Allgemeine Haftungs- und Strafbarkeitsrisiken in der Krise, in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas / Werner, Henning (Hrsg.), Vahlen Verlag)

Equity-Kicker

Wird ein „Equity-Kicker“ vereinbart, so ist damit grundsätzlich gemeint, dass dem Fremdkapital/Mezzanine-Kapitalgeber zusätzlich zur laufenden Verzinsung eine Eigenkapitalbeteiligung eingeräumt wird. Hierüber wird ihm ermöglicht, an einer Wertsteigerung des zu finanzierenden Unternehmens teilzuhaben. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

EURIBOR

Der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) ist der gemittelte Marktzinssatz, zu dem sich die wichtigsten europäischen Banken untereinander Geld leihen. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Exit

Mit jeder Verhandlung über die Beteiligung eines Private Equity Investors ist zwingend die zeitgleiche Verhandlung von Ausstiegsszenarien („Exit“) verbunden. Hintergrund sind die - in der Regel zehnjährigen - Anlagehorizonte der Kapitalsammelfonds. Abzüglich Investitions- und Deinvestitionsphase verbleibt ein Zeithorizont von etwa fünf bis sieben Jahren für die eigentliche Beteiligung. In diesem Zeitraum muss es gelingen, das Unternehmen entscheidend weiter zu entwickeln, etwa börsenfähig zu machen. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

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