Sanierungsglossar

Cash Management Systeme

Cash Management Systeme sind dadurch gekennzeichnet, dass die Konzerntöchter ihre überschüssige Liquidität bei der Muttergesellschaft abliefern und dafür eine entsprechende Gutschrift erhalten. Die Muttergesellschaft gewährt im Gegenzug Darlehen an die beteiligten Gesellschaften, sofern bei diesen ein Liquiditätsbedarf auftritt. Eine eventuell vorhandene überschüssige Liquidität wird von der Muttergesellschaft zentral angelegt. Auch die Aufnahme zusätzlich benötigter Liquidität erfolgt zentral durch die Muttergesellschaft. (Quelle: Große Vorholt, André; Bisson, Frank: Allgemeine Haftungs- und Strafbarkeitsrisiken in der Krise, in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas / Werner, Henning (Hrsg.), Vahlen Verlag)

Cash-Management

Unter dem Begriff des Cash-Managements werden prinzipiell alle Maßnahmen der Liquiditätssteuerung und des Liquiditätsausgleiches im Rahmen der Innenfinanzierung eines Konzerns verstanden. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Cash-Pooling

Cash Management Systeme sind dadurch gekennzeichnet, dass die Konzerntöchter ihre überschüssige Liquidität bei der Muttergesellschaft abliefern und dafür eine entsprechende Gutschrift erhalten. Die Muttergesellschaft gewährt im Gegenzug Darlehen an die beteiligten Gesellschaften, sofern bei diesen ein Liquiditätsbedarf auftritt. Eine eventuell vorhandene überschüssige Liquidität wird von der Muttergesellschaft zentral angelegt. Auch die Aufnahme zusätzlich benötigter Liquidität erfolgt zentral durch die Muttergesellschaft. (Quelle: Große Vorholt, André; Bisson, Frank: Allgemeine Haftungs- und Strafbarkeitsrisiken in der Krise, in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas / Werner, Henning (Hrsg.), Vahlen Verlag)

Covenants

Kreditverträge enthalten heutzutage umfangreiche Regelungen zu Informationsrechten und Verpflichtungen des Kreditnehmers. Diese werden aufgrund der heute oftmals angelsächsischen Prägung von Kreditverträgen als „Covenants“ bezeichnet. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Covenants Reset

Kreditverträge enthalten Bedingungen („Covenants“), deren Verletzung den Kreditgeber in der Regel zur Kündigung berechtigen. Solche Verletzungen von Kreditbedingungen („Covenants Breach“) sind in Unternehmenskrisen an der Tagesordnung. Unter einem „Covenant Reset“ versteht man die vertragliche Vereinbarung, auf die Ausübung des Kündigungsrechts zu verzichten. Dies geschieht in Form eines „Waiver Letters“. Vorzugswürdig ist, die Änderung der Kreditbestimmung selbst, so dass schon keine Verletzung („Default“) mehr vorliegt. Dies vermeidet Kündigungsrechte anderer Gläubiger („Cross-Default“). (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

Covenants Reset/ Covenant Holiday

Ein Covenant-Reset (Anpassung der Kennzahlen) oder gar ein Covenant Holiday (Aussetzung der Covenants) sollte nur dann vereinbart werden, wenn ausreichend Liquidität im Unternehmen ist. Die Covenantsbrüche führen in der Praxis nur in den wenigsten Fällen zu einer Kreditkündigung. Es werden Nachverhandlungen der Kreditverträge – Reset der Covenants – vorgenommen. (Quelle: Ringelspacher, Eva: Krisenmanagement aus Bankensicht, in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas / Werner, Henning Hrsg.), Vahlen Verlag)

Cross-Default-Klausel

Unter einer „Cross-Default“-Klausel versteht man ein Kündigungsrecht ohne eigenen Kündigungsgrund. Ein Fremdkapitalgläubiger erhält somit das Recht, seine Kreditvaluta fällig zu stellen, wenn ein anderer Gläubiger das Recht hätte, sein Kreditverhältnis zu kündigen. Ob er hiervon tatsächlich Gebrauch macht, ist in der Regel nicht entscheidend. Hintergrund dieser Regelung ist im Sanierungskontext, dass jeder Gläubiger sicher sein will, dass er mit am Tisch sitzt, wenn über Sanierungsmaßnahmen - insbesondere im Fremdkapitalbereich - verhandelt wird. (Quelle: Hettich, Christof/Kreide, Raoul: Finanzwirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen in: Modernes Sanierungsmanagement, Crone, Andreas/Werner, Henning, (Hrsg.), Vahlen-Verlag)

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